Beschreibung
Die Forster Lagen zählen zu den renommiertesten Parzellen der Mittelhaardt. Namen wie Kirchenstück, Pechstein oder Jesuitengarten genießen weltweit hohes Ansehen. In warmen, reifen Jahren entstehen hier Weine von außergewöhnlicher Konzentration und Langlebigkeit. Ein warmer Sommer, perfekte Reife und selektive Handlese bildeten die Grundlage für diese Auslese. Nur besonders reife, gesunde Trauben wurden gelesen. Das Ergebnis ist ein Wein, der Süße nicht als dominantes Element zeigt, sondern als Teil eines komplexen Spannungsbogens.
Im Glas leuchtet die Forster Auslese in sattem Goldgelb mit bernsteinfarbenen Reflexen. Schon die Nase verrät ihre Tiefe. Aromen von reifer Aprikose, kandierter Zitrusschale, Honig und getrocknetem Pfirsich verbinden sich mit feinen Noten von Kräutern und einem Hauch mineralischer Würze. Mit zunehmender Luft zeigen sich Anklänge von Mandeln, etwas Karamell und eine elegante, fast rauchige Nuance. Am Gaumen wirkt der Wein konzentriert und zugleich erstaunlich klar. Die Süße ist präsent, aber niemals schwer. Sie wird von einer lebendigen, präzisen Säure getragen, die dem Wein Frische und Struktur verleiht. Genau dieses Zusammenspiel aus Süße und Säure macht große Auslesen aus. Der Abgang ist lang, dicht und von mineralischer Spannung geprägt.
Mit mittlerweile gereifter Flaschenreife zeigt die Auslese bereits erste tertiäre Aromen und zusätzliche Komplexität. Gleichzeitig besitzt sie das Potenzial, über Jahrzehnte hinweg weiter zu reifen und sich noch vielschichtiger zu entwickeln.
Dieser Wein ist kein schneller Genuss, sondern ein Erlebnis. Er passt hervorragend zu kräftigem Blauschimmelkäse, Foie Gras oder fruchtigen Desserts. Ebenso beeindruckend wirkt er solo, als meditativer Abschluss eines besonderen Abends. Eine große, gereifte Auslese mit Tiefe, Balance und zeitloser Eleganz.
